Pflegedienst wechseln
Pflegedienst wechseln – so gelingt der Übergang
Manchmal passt ein Pflegedienst nicht mehr. Ein Wechsel ist möglich und muss nicht kompliziert sein, wenn die Schritte in der richtigen Reihenfolge laufen.
Gründe für einen Wechsel
Gründe gibt es viele: Die Einsatzzeiten passen nicht mehr, der Bedarf hat sich verändert, die Kommunikation stimmt nicht oder Sie sind umgezogen. Ein Wechsel ist kein Vorwurf an Einzelne, sondern eine Entscheidung für eine Versorgung, die zu Ihrer Situation passt. Wichtig ist, dass es zwischen altem und neuem Dienst keine Lücke gibt.
Schritt 1: Neue Versorgung klären
Bevor Sie kündigen, sollte feststehen, wer die Pflege künftig übernimmt. Stellen Sie eine Anfrage beim neuen Pflegedienst und schildern Sie, welche Leistungen heute erbracht werden, zu welchen Zeiten und ob es ärztliche Verordnungen gibt. Im Gespräch wird geklärt, ob und ab wann eine Übernahme möglich ist.
Bei St. Lukas geht das über das Pflege-Cockpit mit dem Anliegen „Bestehende Versorgung“ oder telefonisch. Eine Anfrage ist noch keine Versorgungszusage; ob wir Ihre Adresse und den gewünschten Umfang übernehmen können, klären wir persönlich.
Schritt 2: Kündigung beim bisherigen Dienst
Für Leistungen der Pflegeversicherung wird ein Pflegevertrag nach § 120 SGB XI geschlossen. Nach dem Gesetz können Pflegebedürftige diesen Vertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Sprechen Sie den Zeitpunkt trotzdem mit dem bisherigen Dienst ab, damit die Übergabe geordnet verläuft. Schriftlich zu kündigen schafft Klarheit.
Werden auch privat vereinbarte Leistungen erbracht, können dafür im Vertrag eigene Regeln stehen. Ein Blick in den bestehenden Vertrag lohnt sich.
Stand Oktober 2026 – verbindliche Auskunft erteilt Ihre Pflege- bzw. Krankenkasse.
Schritt 3: Pflegekasse und Verordnungen
Der neue Pflegedienst rechnet künftig mit Ihrer Pflegekasse ab. Häufig ist es sinnvoll, die Kasse über den Wechsel zu informieren. Für ärztlich verordnete Behandlungspflege kann eine neue oder angepasste Verordnung nötig sein, weil diese oft auf einen bestimmten Leistungserbringer bezogen ist. Fragen Sie bei Ihrer Hausarztpraxis nach.
Was Sie vorbereiten können
Hilfreich sind: der Bescheid über den Pflegegrad, aktuelle ärztliche Verordnungen, ein Medikamentenplan, Informationen zu Hilfsmitteln und eine Liste der bisherigen Einsatzzeiten. Wenn Sie wissen, was Ihnen beim bisherigen Dienst gefehlt hat, sagen Sie es offen – so kann die neue Versorgung von Anfang an besser passen.
So fragen Sie an
Schildern Sie Ihr Anliegen im Pflege-Cockpit oder rufen Sie den Pflegedienst-Standort in Duisburg an: 0203 / 39 51 65 75. Für Anfragen aus Duisburg, Essen und Umgebung genügen in einem ersten Schritt wenige Angaben: worum es geht, wer Unterstützung braucht und wie Sie erreichbar sind. Bitte senden Sie in einer ersten Anfrage keine Befunde oder Arztbriefe.
Eine Anfrage ist noch keine Versorgungszusage. Ob und in welchem Umfang wir unterstützen können, klären wir persönlich. Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie immer den Notruf 112.
