Überleitung aus der Klinik

Von der Intensivstation nach Hause – und danach nicht allein

Kurz gesagt: St. Lukas Pflegedienste aus Duisburg-Meiderich übernimmt die Überleitung von der Intensivstation nach Hause: außerklinische Intensiv- und Beatmungspflege, Grund- und Behandlungspflege und danach Pflegeberatung sowie Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI. Träger ist die Lukas-Medical Pflegedienste GmbH & Co. KG; Kapazität und Beginn werden individuell geprüft. Erreichbar ist St. Lukas unter 0203 / 39 51 65 75 oder post@pflegedienst-lukas.de.Zahlen und Fakten

Überleitung aus der Klinik, außerklinische Intensivpflege und Pflegeberatung nach § 37.3 – bei St. Lukas aus einer Hand. Für Kliniksozialdienste, das Entlassmanagement und Angehörige, die eine Versorgung zu Hause vorbereiten.

Ein Fahrzeug von St. Lukas vor einem Klinikgebäude.

Für wen diese Seite gedacht ist

Wenn ein Mensch nach einem Aufenthalt auf der Intensivstation oder in der Weaning-Abteilung nach Hause entlassen werden soll, kommen viele Fragen gleichzeitig: Wer übernimmt die Beatmung zu Hause? Wer versorgt das Tracheostoma? Welche Verordnungen und Hilfsmittel braucht es, und wer kümmert sich um Anträge bei Kranken- und Pflegekasse? Für Kliniksozialdienste und das Entlassmanagement bedeutet das, mehrere Beteiligte in kurzer Zeit zusammenzubringen. Für Angehörige ist es oft der Beginn eines völlig neuen Alltags.

St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst mit Standort in Duisburg-Meiderich und Träger in Essen. Wir verbinden drei Aufgaben, die häufig von verschiedenen Stellen erledigt werden: die Überleitung aus der Klinik, die außerklinische Intensivpflege zu Hause und die Pflegeberatung einschließlich des Beratungseinsatzes nach § 37 Abs. 3 SGB XI. So bleibt für Sozialdienst und Familie ein fester Ansprechpartner, auch wenn sich die Versorgung später verändert.

Was St. Lukas übernimmt

Beatmung und Tracheostoma zu Hause: Im Rahmen der außerklinischen Intensivpflege versorgen Pflegefachkräfte beatmete Menschen und Menschen mit Tracheostoma in der eigenen Wohnung – mit 1:1-Betreuung bei Beatmungspatienten. Dazu gehören die Überwachung der Beatmung, das Absaugen, die Kanülenpflege und das Handeln nach einem abgestimmten Notfallplan. Mehr dazu auf der Seite Beatmungspflege.

Grund- und Behandlungspflege: Körperpflege, Mobilisation, Ernährung und ärztlich verordnete Behandlungspflege wie Wundversorgung oder Medikamentengabe werden in den Tagesablauf eingeplant und dokumentiert.

Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI: Wird später Pflegegeld bezogen, führt St. Lukas den Beratungseinsatz durch. Die erste Beratung findet zu Hause statt; auf Wunsch kann bis einschließlich 31.03.2027 jede zweite Beratung per Videokonferenz erfolgen.

Hilfe bei Pflegegrad und Anträgen: Wir erklären allgemein, welche Anträge bei Pflege- und Krankenkasse anstehen können – etwa der Antrag auf einen Pflegegrad oder eine Höherstufung – und welche Unterlagen dafür hilfreich sind. Die Entscheidung trifft die jeweilige Kasse.

Ablauf der Überleitung in fünf Schritten

01

Anfrage des Sozialdienstes

Der Kliniksozialdienst oder das Entlassmanagement meldet sich telefonisch, per E-Mail oder über das Klinik-Formular im Pflege-Cockpit – zunächst nur mit Thema, Einrichtung, Ansprechperson und Rückrufweg, ohne Patientennamen oder Befunde.

02

Erstgespräch und Bedarfsklärung

Eine Pflegefachkraft klärt mit dem Sozialdienst und, wenn gewünscht, mit den Angehörigen, welche Versorgung zu Hause nötig ist: Beatmung, Tracheostoma, Grund- und Behandlungspflege, Hilfsmittel und Wohnsituation. Dabei prüfen wir, ob eine Versorgung an der Adresse möglich ist.

03

Verordnung und Kostenträger abstimmen

Außerklinische Intensivpflege wird nach § 37c SGB V ärztlich verordnet und von der Krankenkasse genehmigt; weitere Leistungen können die Pflegekasse betreffen. Wir stimmen allgemein ab, welche Unterlagen und Genehmigungen vorliegen müssen – die Entscheidung trifft der jeweilige Kostenträger.

04

Versorgungsplanung mit den Angehörigen

Gemeinsam mit der Familie planen wir Einsatzzeiten, Abläufe, Hilfsmittel und Notfallwege. Angehörige erfahren, welche Aufgaben das Pflegeteam übernimmt und wo sie selbst unterstützen möchten.

05

Start und feste Ansprechpersonen

Zum vereinbarten Beginn übernimmt das Pflegeteam die Versorgung zu Hause. Familie, Hausarzt und Sozialdienst erhalten feste Ansprechpersonen bei St. Lukas, die nach der Anfrage benannt werden.

Jeder Schritt wird mit den Beteiligten abgestimmt. Eine Anfrage ist noch keine Versorgungszusage: Ob und ab wann eine Versorgung möglich ist, hängt von Verordnung, Genehmigung, Hilfsmitteln, Wohnsituation und verfügbarer Kapazität ab und wird individuell geprüft. Feste Reaktions- oder Aufnahmezeiten nennen wir deshalb nicht pauschal.

Was wir vom Sozialdienst brauchen

Für eine fundierte Einschätzung helfen uns die folgenden Angaben. Im ersten Kontakt genügen Thema, Einrichtung, Ansprechperson und Rückrufweg – personenbezogene Gesundheitsdaten übermitteln Sie bitte erst über einen gesondert vereinbarten, gesicherten Weg, nicht über ein Website-Formular.

  • Diagnosen und relevante Vorbefunde (erst über einen vereinbarten, gesicherten Weg)
  • Beatmungsform und Beatmungsparameter allgemein, Tracheostoma, Absaugbedarf
  • Voraussichtlicher Entlasstermin
  • Hilfsmittelbedarf (z. B. Beatmungsgerät, Absauggerät, Pflegebett) und Stand der Verordnung
  • Kontaktdaten der Angehörigen bzw. der rechtlichen Betreuung

Hilfreich ist außerdem, früh zu wissen, wer die rechtliche Vertretung übernimmt, ob die Wohnung barrierearm erreichbar ist und welche Hilfsmittel bereits verordnet wurden. Je früher diese Punkte geklärt sind, desto besser lässt sich der Übergang planen.

Nach der Überleitung

Die Entlassung ist für die Familie nicht das Ende, sondern der Anfang. Deshalb bleibt St. Lukas auch nach dem Start ansprechbar. Die Pflegeberatung hilft, Leistungen der Pflegeversicherung zu verstehen und den Alltag zu ordnen. Bezieht die pflegebedürftige Person Pflegegeld, ist der Beratungseinsatz nach § 37 Abs. 3 SGB XI für die Pflegegrade 2 bis 5 halbjährlich vorgesehen; St. Lukas führt ihn durch und übermittelt nach Einwilligung den Nachweis an die Pflegekasse.

Pflegende Angehörige brauchen Entlastung. Wir sprechen mit ihnen über Möglichkeiten wie Haushalt und Betreuung, Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege und darüber, wie Aufgaben im Alltag verteilt werden können. Verändert sich der Gesundheitszustand – etwa durch ein erfolgreiches Weaning oder eine Verschlechterung – passen wir die Versorgung gemeinsam mit Ärztinnen, Ärzten und Kostenträgern an.

Direkter Draht für Kliniken

Kliniksozialdienste und Entlassmanagement erreichen St. Lukas Pflegedienste direkt am Pflegedienst-Standort in Duisburg. Eine feste Ansprechperson wird nach Ihrer Anfrage genannt.

Pflegedienst-Standort: St. Lukas Pflegedienste, Burgstraße 10A, 47137 Duisburg. Träger: Lukas-Medical Pflegedienste GmbH & Co. KG, Schnabelstraße 1, 45134 Essen. Bei Lebensgefahr gilt immer der Notruf 112.

Versorgung anfragen

Nutzen Sie für eine strukturierte Erstanfrage das Klinik-Formular im Pflege-Cockpit. Für die eigene Ablage oder die Weitergabe im Team steht die Information für Kliniksozialdienste als PDF bereit.

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Häufige Fragen