Pflegelexikon

Injektionen

Injektionen sind die Verabreichung von Medikamenten oder anderen medizinischen Substanzen mit einer Spritze beziehungsweise einem Injektionsgerät in den Körper. Sie erfolgen beispielsweise unter die Haut, in einen Muskel oder in eine Vene.

Was bedeutet das?

Im Alltag wird eine Injektion häufig als „Spritze“ bezeichnet. Anders als eine Tablette gelangt das Medikament dabei nicht über den Verdauungstrakt in den Körper. Wie schnell und wie lange es wirkt, hängt unter anderem vom Wirkstoff und der Art der Injektion ab. Häufige Beispiele sind Insulin zur Behandlung von Diabetes oder bestimmte Medikamente zur Vorbeugung von Blutgerinnseln.

Welche Injektionsart geeignet ist, legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest. Nicht jedes Medikament darf auf dieselbe Weise gespritzt werden. Auch Dosis, Zeitpunkt und mögliche Besonderheiten müssen eindeutig geklärt sein. Injektionen können Schmerzen, Blutergüsse oder Infektionen verursachen; außerdem sind allergische Reaktionen möglich.

Worauf kommt es im Alltag an? / Wer ist zuständig?

Entscheidend sind eine ärztlich festgelegte Behandlung, hygienisches Arbeiten und die richtige Anwendung. Vor jeder Gabe müssen unter anderem Medikament, Dosis und vorgesehener Verabreichungsweg geprüft werden. Manche Menschen können sich bestimmte Medikamente nach fachlicher Anleitung selbst spritzen. Auch Angehörige können gegebenenfalls angeleitet werden. Bestehen Unsicherheiten, sollte die Durchführung nicht eigenständig versucht werden.

Pflegefachkräfte können ärztlich verordnete Injektionen im Rahmen der Behandlungspflege übernehmen, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Einstichstellen sollten beobachtet und bei wiederholten Injektionen nach fachlicher Anleitung gewechselt werden. Gebrauchte Kanülen gehören in einen geeigneten, durchstichsicheren Abwurfbehälter. Zunehmende Rötung, Schwellung, starke Schmerzen oder Fieber sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei Atemnot oder Kreislaufproblemen nach einer Injektion ist sofort der Notruf 112 zu wählen.

Wie St. Lukas dabei unterstützt

St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst und bietet mobile Pflege einschließlich Behandlungspflege an. Im Erstgespräch lässt sich klären, ob die benötigte Unterstützung bei ärztlich verordneten Injektionen möglich ist, die Adresse versorgt werden kann und Kapazitäten bestehen. Telefonisch ist St. Lukas unter 0203 / 39 51 65 75 erreichbar.

Häufige Fragen

Weitere Begriffe

Allgemeine Erklärung, Stand Oktober 2026 – keine medizinische oder rechtliche Beratung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.