Pflegelexikon

Pflegelexikon: Begriffe aus Pflege und Intensivpflege

Von Absaugen bis Weaning: Hier erklären wir Fachbegriffe aus Pflege, Pflegeversicherung und außerklinischer Intensivpflege in einfachen Worten.

A

  • AbsaugenAbsaugen ist eine pflegerisch-medizinische Maßnahme, bei der Sekret aus dem Mund, dem Rachen oder den tieferen Atemwegen entfernt wird.
  • Außerklinische Intensivpflege § 37c SGB VAußerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung für Menschen mit besonders hohem Bedarf an medizinischer Behandlungspflege außerhalb eines Krankenhauses.

B

  • Beatmungsformen (invasiv und nicht-invasiv)Beatmungsformen sind Verfahren, bei denen ein Gerät die Atmung unterstützt oder vollständig übernimmt.
  • BehandlungspflegeBehandlungspflege umfasst pflegerische Maßnahmen, die der medizinischen Behandlung einer Erkrankung dienen und in der Regel ärztlich verordnet werden.
  • Beratungseinsatz § 37.3 SGB XIDer Beratungseinsatz nach § 37 Absatz 3 SGB XI ist ein regelmäßiger Beratungstermin für Menschen, die zu Hause gepflegt werden und Pflegegeld beziehen.
  • BlutzuckermessungDie Blutzuckermessung bestimmt, wie viel Glukose, also Zucker, sich im Blut befindet.

D

  • DekubitusEin Dekubitus ist eine örtlich begrenzte Schädigung der Haut und manchmal auch tiefer liegender Gewebe durch länger anhaltenden Druck oder Druck in Verbindung mit Scherkräften.
  • DelirEin Delir ist ein plötzlich auftretender Verwirrtheitszustand, bei dem Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Denken gestört sind.
  • DemenzDemenz ist ein Oberbegriff für Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten wie Gedächtnis, Orientierung, Sprache und Urteilsvermögen anhaltend nachlassen.

E

  • EntlassmanagementEntlassmanagement ist die organisierte Vorbereitung der weiteren Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt.
  • EntlastungsbetragDer Entlastungsbetrag ist eine zweckgebundene Leistung der Pflegeversicherung für Menschen mit Pflegegrad, die zu Hause gepflegt werden.

G

  • GrundpflegeGrundpflege bezeichnet die Unterstützung bei grundlegenden Verrichtungen des Alltags, insbesondere bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität.

H

  • Häusliche Krankenpflege § 37 SGB VHäusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V ist eine ärztlich verordnete Versorgung durch Pflegefachkräfte, meist im eigenen Zuhause.
  • HausnotrufEin Hausnotruf ist ein technisches Hilfesystem, mit dem Menschen zu Hause per Knopfdruck Unterstützung anfordern können.
  • HeimbeatmungHeimbeatmung ist die zeitweise oder dauerhafte Unterstützung der Atmung durch ein Beatmungsgerät außerhalb des Krankenhauses, etwa im eigenen Zuhause.

I

  • InjektionenInjektionen sind die Verabreichung von Medikamenten oder anderen medizinischen Substanzen mit einer Spritze beziehungsweise einem Injektionsgerät in den Körper.
  • IPReGIPReG steht für Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz.

K

  • KombinationsleistungDie Kombinationsleistung verbindet Pflegesachleistungen eines ambulanten Pflegedienstes mit anteiligem Pflegegeld.
  • KompressionstherapieKompressionstherapie ist eine Behandlung, bei der medizinische Strümpfe oder spezielle Verbände gezielt Druck auf das Gewebe ausüben, meist an den Beinen.
  • KontrakturenprophylaxeKontrakturenprophylaxe umfasst Maßnahmen, die dauerhaften Bewegungseinschränkungen von Gelenken vorbeugen sollen.
  • KurzzeitpflegeKurzzeitpflege ist die vorübergehende vollstationäre Versorgung eines pflegebedürftigen Menschen in einer dafür zugelassenen Einrichtung.

M

  • MD-BegutachtungDie MD-Begutachtung ist eine Einschätzung durch den Medizinischen Dienst (MD), mit der festgestellt wird, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bewältigen kann und welche Unterstützung er benötigt.
  • MedikamentengabeMedikamentengabe bedeutet, dass ein Mensch ein Arzneimittel in der verordneten Dosierung, zur vorgesehenen Zeit und auf dem festgelegten Weg erhält.

P

  • PalliativversorgungPalliativversorgung begleitet Menschen mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, um Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.
  • PEG-SondeEine PEG-Sonde ist ein dünner Schlauch, der durch die Bauchdecke direkt in den Magen führt.
  • Pflegeberatung § 7a SGB XIPflegeberatung nach § 7a SGB XI ist eine individuelle, kostenfreie Beratung für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf, die darauf Anspruch haben.
  • PflegegeldPflegegeld ist eine Leistung der Pflegeversicherung für Menschen mit Pflegegrad 2 bis 5, die zu Hause gepflegt werden und ihre notwendige Versorgung selbst organisieren.
  • PflegegradEin Pflegegrad beschreibt, wie stark ein Mensch durch gesundheitliche Beeinträchtigungen in seiner Selbstständigkeit oder seinen Fähigkeiten eingeschränkt ist.
  • PflegehilfsmittelPflegehilfsmittel sind Produkte und technische Geräte, die die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen.
  • PflegesachleistungPflegesachleistungen sind Leistungen der häuslichen Pflege, die ein zugelassener ambulanter Pflegedienst übernimmt.
  • PflegestützpunktEin Pflegestützpunkt ist eine wohnortnahe Anlaufstelle für Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen.
  • PotenzialerhebungDie Potenzialerhebung ist eine spezielle ärztliche Untersuchung bei Menschen, die außerklinische Intensivpflege benötigen und beatmet werden oder eine Trachealkanüle haben.

S

  • SekretmanagementSekretmanagement umfasst Maßnahmen, die helfen, Schleim aus den Atemwegen zu lösen, zu transportieren und zu entfernen.
  • SturzprophylaxeSturzprophylaxe umfasst Maßnahmen, die Stürze möglichst verhindern und das Risiko sturzbedingter Verletzungen verringern sollen.

T

  • ThromboseprophylaxeThromboseprophylaxe umfasst Maßnahmen, die der Entstehung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß vorbeugen sollen.
  • TracheostomaEin Tracheostoma ist eine operativ angelegte Öffnung der Luftröhre am Hals, durch die Luft direkt in die Atemwege gelangt.

U

  • ÜberleitungspflegeÜberleitungspflege bezeichnet die geplante Abstimmung der pflegerischen Versorgung beim Wechsel zwischen Krankenhaus, Rehabilitation, Pflegeeinrichtung und dem eigenen Zuhause.

V

  • VerhinderungspflegeVerhinderungspflege ist eine zeitweise Ersatzpflege, wenn eine private Pflegeperson ausfällt oder eine Auszeit benötigt.

W

  • WeaningWeaning bezeichnet die schrittweise Entwöhnung von einer maschinellen Beatmung.
  • WundversorgungWundversorgung umfasst alle Maßnahmen, die eine verletzte Hautstelle schützen, sauber halten und ihre Heilung unterstützen.