Pflegelexikon
Medikamentengabe
Medikamentengabe bedeutet, dass ein Mensch ein Arzneimittel in der verordneten Dosierung, zur vorgesehenen Zeit und auf dem festgelegten Weg erhält. In der Pflege gehört dazu auch, die Einnahme zu unterstützen, Besonderheiten zu beobachten und die Durchführung zu dokumentieren.
Was bedeutet das?
Medikamente können beispielsweise als Tabletten, Tropfen, Salben oder Injektionen angewendet werden. Die Medikamentengabe richtet sich nach der ärztlichen Verordnung. Sie ist vom Stellen der Medikamente zu unterscheiden: Beim Stellen werden die vorgesehenen Mittel für die spätere Einnahme vorbereitet. Bei der Gabe werden sie verabreicht oder zur unmittelbaren Einnahme bereitgestellt und die Einnahme bei Bedarf begleitet.
Unterstützung kann nötig sein, wenn jemand die Einnahme vergisst, Packungen nicht öffnen kann oder die Anwendung nicht sicher selbst übernimmt. Ziel ist eine möglichst sichere Behandlung. Dabei werden die Fähigkeiten und Wünsche der betroffenen Person berücksichtigt; Medikamente dürfen nicht eigenmächtig verändert oder gegen ihren Willen gegeben werden.
Worauf kommt es im Alltag an? / Wer ist zuständig?
Wichtig sind die richtige Person, das richtige Medikament, die richtige Dosierung, der richtige Zeitpunkt und die richtige Anwendungsart. Ein aktueller Medikationsplan hilft, den Überblick zu behalten. Auch frei verkäufliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel sollten beim ärztlichen Gespräch genannt werden, weil Wechselwirkungen möglich sind. Arzneimittel müssen entsprechend den Lagerungshinweisen und vor unbefugtem Zugriff geschützt aufbewahrt werden.
Die ärztliche Praxis legt die Behandlung fest; die Apotheke berät zur Anwendung. Pflegefachkräfte können verordnete Medikamentengaben im Rahmen der Behandlungspflege übernehmen. Angehörige sollten sich vor einer Unterstützung anleiten lassen. Tabletten dürfen nicht ohne Rücksprache geteilt oder zerkleinert werden. Bei vergessener Einnahme nicht einfach die doppelte Menge geben, sondern fachlichen Rat einholen. Auffälligkeiten wie Hautausschlag, starke Müdigkeit oder Schwindel sollten zeitnah abgeklärt werden; bei akuter Atemnot oder Bewusstlosigkeit gilt: Notruf 112.
Wie St. Lukas dabei unterstützt
St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst und bietet mobile Pflege einschließlich Behandlungspflege sowie Pflegeberatung an. Im Erstgespräch lässt sich klären, welche Unterstützung bei der Medikamentengabe benötigt wird, ob die Adresse versorgt werden kann und Kapazitäten bestehen. Kontakt: 0203 / 39 51 65 75.
Häufige Fragen
Weitere Begriffe
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Allgemeine Erklärung, Stand Oktober 2026 – keine medizinische oder rechtliche Beratung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.
