Pflegelexikon

Sekretmanagement

Sekretmanagement umfasst Maßnahmen, die helfen, Schleim aus den Atemwegen zu lösen, zu transportieren und zu entfernen. Es wird wichtig, wenn Menschen Sekret nicht ausreichend selbst abhusten können, etwa bei geschwächter Atemmuskulatur oder während einer Beatmung.

Was bedeutet das?

Die Atemwege bilden ständig etwas Schleim. Er bindet Staub und Krankheitserreger und wird normalerweise durch feine Flimmerhärchen und Husten nach außen befördert. Ist das Sekret sehr zäh oder der Hustenstoß zu schwach, kann es sich ansammeln. Das kann die Atmung erschweren und Infektionen begünstigen.

Zum Sekretmanagement gehören je nach Bedarf eine geeignete Positionierung, angeleitete Atem- und Hustentechniken sowie ärztlich verordnete Inhalationen. Bei manchen Menschen sind technische Hustenhilfen oder das Absaugen von Sekret erforderlich. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der Erkrankung, der Atmung und den vorhandenen Hilfsmitteln ab. Absaugen ist keine allgemeine Routine: Es erfolgt nur bei entsprechender Notwendigkeit durch dafür qualifizierte und eingewiesene Personen.

Worauf kommt es im Alltag an? / Wer ist zuständig?

Im Alltag helfen aufrechte oder individuell angepasste Positionen und Bewegung im möglichen Rahmen. Ausreichendes Trinken kann unterstützen, sofern keine ärztliche Trinkmengenbegrenzung oder Schluckstörung dagegen spricht. Gute Mundpflege und hygienisch gereinigte Hilfsmittel sind ebenfalls wichtig. Bei Beatmung muss die Befeuchtung der Atemluft bedarfsgerecht eingestellt sein. Medikamente, Inhalationslösungen und Geräteeinstellungen sollten nicht eigenständig verändert werden.

Betroffene, Angehörige, Pflegefachpersonen und behandelnde Ärzte stimmen das Vorgehen gemeinsam ab; bei Bedarf unterstützt Physiotherapie. Angehörige sollten notwendige Handgriffe erlernen und wissen, wann sie Hilfe holen müssen. Veränderungen von Menge, Farbe und Zähigkeit des Sekrets sowie Fieber oder zunehmende Atemprobleme gehören ärztlich abgeklärt. Eine veränderte Farbe allein beweist keine bakterielle Infektion. Bei akuter schwerer Atemnot, bläulichen Lippen oder Bewusstseinsstörungen sofort den Notruf 112 wählen.

Wie St. Lukas dabei unterstützt

St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst und bietet Behandlungspflege, außerklinische Intensivpflege und Beatmungspflege an. Bei Beatmungspatienten erfolgt eine 1:1-Betreuung. Im Erstgespräch unter 0203 / 39 51 65 75 wird geklärt, welche Unterstützung benötigt wird, ob die Adresse versorgt werden kann und ob Kapazitäten bestehen.

Häufige Fragen

Weitere Begriffe

Allgemeine Erklärung, Stand Oktober 2026 – keine medizinische oder rechtliche Beratung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.