Pflegelexikon

Kontrakturenprophylaxe

Kontrakturenprophylaxe umfasst Maßnahmen, die dauerhaften Bewegungseinschränkungen von Gelenken vorbeugen sollen. Im Mittelpunkt stehen regelmäßige, individuell angepasste Bewegung und die Förderung vorhandener Bewegungsfähigkeiten.

Was bedeutet das?

Eine Kontraktur entsteht, wenn sich beispielsweise Muskeln, Sehnen oder Gelenkkapseln verkürzen oder verändern und dadurch ein Gelenk zunehmend unbeweglich wird. Betroffene können etwa einen Arm nicht mehr vollständig strecken oder eine Hand nur noch eingeschränkt öffnen. Das kann Körperpflege, Ankleiden und andere Alltagstätigkeiten erschweren.

Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei längerer Immobilität, Lähmungen, schmerzbedingten Schonhaltungen oder bestimmten neurologischen Erkrankungen. Vorbeugung bedeutet deshalb vor allem, vermeidbare Bewegungslosigkeit zu reduzieren. Sie wird an den Gesundheitszustand, mögliche Bewegungsvorgaben und die persönlichen Fähigkeiten angepasst. Bereits bestehende Einschränkungen sollten fachlich beurteilt werden; vorbeugende Maßnahmen allein können sie nicht zuverlässig rückgängig machen.

Worauf kommt es im Alltag an? / Wer ist zuständig?

Hilfreich ist, Bewegung in vertraute Tätigkeiten einzubauen: beim Waschen selbst mithelfen, Kleidungsstücke greifen, die Sitzposition wechseln oder nach Möglichkeit aufstehen und gehen. Eigenständige Bewegung hat Vorrang. Wenn Unterstützung nötig ist, sollten Bewegungen langsam, behutsam und innerhalb der individuell erlaubten Grenzen erfolgen. Gelenke dürfen nicht gewaltsam gedehnt werden. Auch eine angepasste Positionierung kann unterstützen, ersetzt Bewegung aber nicht.

Pflegefachpersonen beobachten Beweglichkeit und Unterstützungsbedarf und planen passende pflegerische Maßnahmen gemeinsam mit der betroffenen Person. Angehörige können nach Anleitung mitwirken. Ärztliche sowie physiotherapeutische oder ergotherapeutische Fachpersonen beurteilen Ursachen und legen bei Bedarf weitere Behandlungsschritte fest. Bei neuen Schmerzen, Schwellungen oder deutlich nachlassender Beweglichkeit ist eine medizinische Abklärung wichtig. Übungen sollten nicht gegen Schmerzen oder starken Widerstand fortgesetzt werden.

Wie St. Lukas dabei unterstützt

St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst. Im Rahmen der mobilen Pflege können vorhandene Bewegungsfähigkeiten bei der Grundpflege berücksichtigt und alltägliche Aktivitäten unterstützt werden. Die Pflegeberatung bietet Raum, Fragen zur häuslichen Versorgung und zum Unterstützungsbedarf zu besprechen.

Welche Leistungen infrage kommen und ob die gewünschte Adresse versorgt werden kann beziehungsweise Kapazität besteht, wird im Erstgespräch geklärt. St. Lukas ist unter 0203 / 39 51 65 75 erreichbar. Eine Kostenübernahme hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab: Stand Oktober 2026, verbindliche Auskunft durch Kranken- bzw. Pflegekasse.

Häufige Fragen

Weitere Begriffe

Allgemeine Erklärung, Stand Oktober 2026 – keine medizinische oder rechtliche Beratung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.