Pflegelexikon
Palliativversorgung
Palliativversorgung begleitet Menschen mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, um Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen die persönlichen Wünsche der erkrankten Person sowie die Unterstützung ihrer Angehörigen.
Was bedeutet das?
Palliativversorgung betrachtet den Menschen als Ganzes: Neben Schmerzen, Atemnot, Übelkeit oder Erschöpfung werden auch Ängste, soziale Belastungen und spirituelle Bedürfnisse berücksichtigt. Sie kann früh im Krankheitsverlauf beginnen und parallel zu Behandlungen stattfinden, die das Fortschreiten der Erkrankung bremsen sollen. Sie bedeutet also nicht, dass jede Behandlung beendet wird.
Die Versorgung ist zu Hause, in Pflegeeinrichtungen, im Hospiz oder im Krankenhaus möglich. Welche Unterstützung sinnvoll ist, richtet sich nach Beschwerden, Lebenssituation und den Wünschen der betroffenen Person. Palliativversorgung umfasst mehr als die Begleitung in der letzten Lebensphase; auch Gespräche über Behandlungsziele und Entlastung im Alltag gehören dazu.
Worauf kommt es im Alltag an? / Wer ist zuständig?
Hilfreich sind feste Ansprechpersonen und ein gemeinsam abgestimmter Versorgungsplan. Angehörige können Veränderungen bei Schmerzen, Atmung, Schlaf oder Unruhe beobachten und weitergeben. Medikamente sollten nur nach ärztlicher Anordnung eingesetzt oder verändert werden. Essen, Trinken, Körperpflege und Bewegung werden möglichst an Wohlbefinden und Kräfte angepasst, ohne Druck auszuüben. Auch die Belastungsgrenzen der Angehörigen verdienen Beachtung.
Hausärztliche Praxen, Pflegefachpersonen und bei Bedarf spezialisierte Palliativteams arbeiten zusammen. Bei besonders aufwendigem Versorgungsbedarf kann eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung infrage kommen. Hospizdienste können zusätzlich psychosozial begleiten. Für Krisen sollte geklärt sein, wer erreichbar ist und welches Vorgehen den Behandlungswünschen entspricht. Bei akuter Lebensgefahr gilt ohne anderslautenden abgestimmten Notfallplan: Notruf 112. Voraussetzungen und Kostenübernahme hängen von der jeweiligen Leistung ab. Stand Oktober 2026, verbindliche Auskunft durch Kranken- bzw. Pflegekasse.
Wie St. Lukas dabei unterstützt
St. Lukas Pflegedienste ist ein ambulanter Pflegedienst und kann mit Grund- und Behandlungspflege, Haushaltshilfe, Betreuung und Pflegeberatung unterstützen. Diese Leistungen können eine palliative Versorgung ergänzen; ein eigenes spezialisiertes Palliativangebot wird damit nicht beschrieben. Ob die gewünschte Adresse versorgt werden kann und Kapazitäten bestehen, wird im Erstgespräch unter 0203 / 39 51 65 75 geklärt.
Häufige Fragen
Weitere Begriffe
EntlassmanagementÜberleitungspflegeThromboseprophylaxeAlle Begriffe A–Z
Allgemeine Erklärung, Stand Oktober 2026 – keine medizinische oder rechtliche Beratung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.
